Montag, 2. April 2018
Es regnet in Portimão. Da wir sowieso erst gegen 14:00 Uhr los wollen, warten wir die Regenschauern in Ruhe ab. Wir werden ungefähr 22 Std. für diese Tour unterwegs sein und möchten bei Sonnenaufgang in Cádiz sein.
14:00 Uhr
Der Regen hat aufgehört, wir werfen die Leinen los und fahren aus der Marina.
Ein kleines Stück schippern wir auf dem Fluss (Arade) und dann geht es raus auf den Atlantik. Hier erwartet uns eine kabbelige See. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Der Wind weht aus NW mit 12kn. Aber die Sonne scheint, das Wasser ist türkis und die Küste der Algarve wird angestrahlt.
14:30 Uhr
Wir wollen Segel setzen und hoffen, dass wir dann etwas stabiler durch die See gehen. Dafür steht Tim auf dem bockigen Schiff und packt das Groß aus (Lazybag). Ein Balanceakt, natürlich ist er mit dem Lifebelt gesichert.
14:45 Uhr
Auch der Code Zero wird gesetzt. Das ist für Tim eine echte Aufgabe. Auf dem Vorschiff sitzend muss er den Code Zero vorne am Gennakerbaum anschlagen (Schnappschäkel). Das ist wie Achterbahn fahren!
19:30 Uhr
Erst als wir in den tieferen Bereich kommen (500m Tiefe), wird die See ruhiger. Wir haben nun eine gleichmäßige und lang gezogene Dünung.
Einem Fischerboot mit Schleppnetz müssen wir ausweichen.
20:30 Uhr
Die Sonne geht unter und es gibt ein warmes Abendessen.
Uwe hält Wache und isst seine Portion am Steuerstand. Tim und Karin essen im Salon.
Das letzte Osterei wird vernichtet.
Es sind immer wieder kleine Fischerboote ohne AIS unterwegs, gut auf dem Radarbild zu erkennen (kleiner roter Fleck vor der blauen Vorauslinie).
Die Nacht verläuft ruhig, wir können gut segeln (Wind zwischen 7 – 12kn). Der Wind dreht für uns günstig und wir fahren mit Halbwindkurs auf Cádiz zu.
Dienstag, 3. April 2018
8:00 Uhr
Die Fischerflotten sind auf dem Heimweg und kreuzen unsere Route. Das wird spannend.
Eine 10er Gruppe kommt von Steuerbord auf uns zu und Titus schafft es ohne Ausweichmanöver seinen Weg zu finden.
Die Fischerfähnchen tauchen aus dem Nichts auf.
10:50 Uhr
Kurz vor Cádiz bergen wir die Segel.
Tim telefoniert mit der Marina und erfährt, wir dürfen uns am Steg I einen Platz aussuchen.
Die Ansteuertonne von Cádiz.
Hafenmole von Cádiz
Wir fahren in die Marina
Rückwärts einparken
11:15 Uhr
Wir haben am Steg I in einer Box festgemacht. Jetzt frühstücken wir in Ruhe und machen dann einen Stadtbummel durch Cádiz.
Gesamt: 116,5sm
Spitze: 8,9kn
Durchschnitt: 5,6kn
Zeit: 21,5 Std.
Puerto America Marina
36° 32.402′ N 00 6° 17.021′ W
Der Hafen ist gut geschützt und bietet Platz für 322 Yachten bis 30m Länge. Angelegt wird an Schwimmstegen mit Fingern.
Service: Treibstoff, WiFi, Wäscherei, 24 Stunden Security
Punta de San Felipe S/N
11004 – Cádiz
Tel.: +34 856 580 002 – 600 148 523
Web: Marina America, Mail: puertoamerica@eppa.es
UKW-Kanal 09
Stadtbesichtigung
Viele Geschäfte schließen zur Siesta von 14:00 – 17:00 Uhr. Gegen 17:00 Uhr machen wir uns auf den Weg in die Stadt, von der Marina sind es ca. 20 Minuten bis zur City.
Cádiz ist eine alte spanische Hafenstadt in der Region Andalusien, sie liegt auf einer Landzunge und ist fast von allen Seiten vom Meer umgeben.
Wir laufen an der Küste vorbei Richtung Stadt. An einer Stelle ist die Uferbefestigung beschädigt.
Das weltoffene Cádiz ist die älteste Stadt Europas.
In Cádiz ist Frühling.
Nun stehen wir an der Westseite der Halbinsel Cádiz.
Hier gibt es eine kleine Erfrischung.
Dann bummeln wir durch die Stadt zurück zum Schiff.
Bei Sonnenuntergang sind wir kurz vor dem Hafen.
Schwer beladen mit Einkäufen erreichen wir die Marina.
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